Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Abschluß eines Reisevertrages

Mit der Anmeldung bietet der Kunde dem Kreisfremdenverkehrsamt des Landkreises Neustadt a.d. Aisch - im folgenden Veranstalter genannt - den Abschluß eines Reisevertrages verbindlich an. Die Anmeldung wird schriftlich vorgenommen. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Veranstalter zustande. Die Annahme bedarf der schriftlichen Form. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Veranstalters vor, an das der Veranstalter für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Reisende innerhalb der Bindungsfrist dem Veranstalter die Annahme erklärt.

2. Bezahlung

Mit der Anmeldung kann u. U. eine Anzahlung gefordert werden. Alle weiteren Zahlungen werden zu den in der Rechnung gesetzten Terminen fällig, sollte nichts anderes vereinbart sein ist in der Regel der Gesamtbetrag bis spätestens 4 Tage vor Reiseantritt fällig. Erklärt der Veranstalter, dass die Reiseanmeldung nicht angenommen werden kann, so wird der bei der Anmeldung geleistete Anzahlungsbetrag zurückerstattet.

3. Leistungen

Der Umfang der vertraglichen Leistungen ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung vom Veranstalter wie auch aus den hierauf bezugnehmenden Angaben in der Reisebestätigung. Nebenabreden, die den Umfang der vertraglichen Leistungen verändern, bedürfen einer ausdrücklichen Bestätigung.

4. Leistungs- und Preisänderungen:

Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsabschluß notwendig werden und die vom Veranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen oder Abweichungen unverzüglich zu informieren. Gegebenenfalls wird dem Kunden eine kostenlose Umbuchung oder einen kostenlosen Rücktritt angeboten.

5. Rücktritt durch den Kunden, Umbuchung, Ersatzpersonen

5.1 Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn zurücktreten.Maßgeblich ist der Zugang der Rükcktrittserklärung bei dem Veranstalter (i.d.R. 3 Tage nach Aufgabe zur Post). Ein Rücktritt tritt dann ein, wenn sich die Anzahl der gemeldeten Teilnehmer der Gruppe reduziert und wenn die Gruppe insgesamt die Buchung storniert. Der Rücktritt sollte schriftlich erklärt werden. Tritt der Kunde, sei es als Gruppe insgesamt oder eine einzelne Person vom Reisevertrag zurück oder tritt diese, ohne vom Reisevertrag zurückzutreten, die Reise nicht an, so kann der Veranstalter angemessenen Ersatz für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen.

Es gelten folgende Rücktrittspauschalen

ab 3 Wochen vor Antritt 30 % des Reisepreises ab 2 Wochen vor Antritt 50 % des Reisepreises ab 1 Woche vor Antritt: 70 % des Reisepreises

Bei Nichtantritt der Reise ohne vorherige Absage werden 80% des Gesamtpreises eingefordert. 5.2 Bis zum Reisebeginn kann der Kunde sich bei der Durchführung der Reise durch einen Dritten ersetzen lassen.

6. Nicht in Anspruch genommene Leistungen

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen in Folge vorzeitiger Rückreise oder aus sonstigen zwingenden Gründen nicht in Anspruch, so wird sich der Veranstalter bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt für nicht in Anspruch genommene Gutscheine oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

7. Rücktritt und Kündigung durch den Veranstalter

Der Veranstalter kann ohne Einhaltung einer Frist vor Antritt der Reise vom Reisevertrag zurücktreten oder nach Antritt der Reise den Reisevertrag kündigen, wenn der Reisende sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass eine sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist.

8. Haftung des Veranstalters

8.1 Der Veranstalter haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht für: a. die gewissenhafte Reisevorbereitung; b. die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger; c. die Richtigkeit der Leistungsbeschreibungen; d. die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen.
8.2 Der Veranstalter haftet für ein Verschulden der mit der Leistungserbringung beauftragten Personen

9. Gewährleistung

9.1 Abhilfe Wird die Reise nicht vertragsmäßig erbracht, so kann der Reisende Abhilfe verlangen. Der Veranstalter kann Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Veranstalter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleichwertige Ersatzleistung erbringt. Der Reisende kann die Ersatzleistung aus wichtigem, objektiv erkennbaren Grund ablehnen.
9.2 Minderung des Reisepreises Für die Dauer einer nicht vertragsmäßigen Erbringung der Reiseleistung kann der Reisende eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen. Der Reisepreis ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufs der Wert der Reise in einwandfreiem Zustand zum wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Reisende schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen.
9.3 Kündigung des Vertrages Leistet der Veranstalter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe oder erklärt er, dass Abhilfe nicht nötig ist, und wird die Reise in der Folge der nichtvertragsmäßigen Erbringung erheblich beeinträchtigt, so kann der Reisende den Reisevertrag kündigen.
9.4 Schadenersatz Sofern der Veranstalter einen Umstand zu vertreten hat, der zu einem Mangel der Reise führt, kann der Reisende Schadenersatz verlangen.

10. Beschränkung der Haftung

10.1 Die Haftung von dem Veranstalter ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, a. soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder b. soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstandenen Schaden allein wegen eines Verschulden eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
10.2 Der Veranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die aus Fremdleistungen lediglich vermittelt werden und die in der Reisebeschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet werden.
10.3 Ein Anspruch auf Schadenersatz gegen den Veranstalter ist ausgeschlossen oder beschränkt, soweit auf Grund gesetzlicher Vorschriften, die auf die von einem Leistungsträger zu erbringenden Leistungen anzuwenden sind, dessen Haftung ebenfalls ausgeschlossen oder beschränkt ist.

11. Mitwirkungspflicht

Der Reisende ist verpflichtet, bei eventuell auftretenden Leistungsstörungen alles ihm Zumutbare zu tun, um zu einer Behebung der Störung beizutragen und eventuell entstehende Schäden gering zu halten. Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandung unverzüglich dem Veranstalter oder die von ihm beauftragten Personen Kenntnis zu geben. Diese sind beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterlässt der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch auf Minderung nicht ein.

12. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung

Ansprüche wegen nicht vertragsmäßiger Erbringung der Reise hat der Reisende innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Reise gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist behindert worden ist. Ansprüche der Reisenden verjähren in sechs Monaten. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Reisende solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Veranstalter die Ansprüche schriftlich zurückweist.

Im übrigen gelten die gesetzlichen Bestimmungen gem. §§ 651 ff BGB (Reiserecht).

13. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zu Folge.

14. Gerichtsstand

Im Streitfall ist der Gerichtsstand Neustadt an der Aisch.